Der Mercedes-Benz SL

Mercededs 300 SL Gullwing  ©iStockphoto.com/supergenijalacKaum ein anderes Fahrzeug ist so berühmt und begehrt wie der legendäre 300 SL von Mercedes Benz. Sowohl technisch als auch optisch eine Meisterleistung verzaubert dieser Sportwagen bis heute Autoliebhaber in aller Welt.
Der 300 SL, in Anlehnung an seine unverkennbaren Türen auch Flügeltürer oder Gullwing genannt, stellt das Objekt der Begierde unzähliger Oldtimer-Sammler dar und wurde im Jahr 1999, 55 Jahre nach seiner Premiere, zum Sportwagen des Jahrhunderts ernannt.
Von 1954 bis 1957 wurden 1400 Stück des Coupés gebaut und von 1957 bis 1963 1858 Stück des Roadsters.

Mercedes SL – Ursprünge im Rennsport

Der 300 SL, intern W 198 genannt, wurde im Jahr 1954 der Weltöffentlichkeit präsentiert und hatte seine Wurzeln im Motorsport. Mit dem 300 SL – Sport Leicht – konnte Mercedes Benz zu Beginn der 50er-Jahre zahlreiche Erfolge im Rennsport, unter anderem bei der berühmten Mille Miglia, verzeichnen. Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie der Carrera Panamericana begründeten den Ruf des 300 SL als Supersportwagen.

Mercedes SL – Der Weg von der Rennstrecke auf die Straße

Nachdem die gut betuchte Kundschaft von Mercedes Benz des öfteren den Wunsch nach einem reinrassigen Sportwagen geäußert hatte, entschied man sich letztendlich dafür diesem Wunsch nachzukommen und auf Basis des rennsporterprobten 300 SL ein Serienfahrzeug zu bauen.
So wurde der 300 SL schließlich im Jahr 1954 zusammen mit dem Roadster 190 SL auf der International Motor Sports Show in New York enthüllt. Während der Mercedes 190 SL ein sportlicher Roadster war, handelte es sich beim 300 SL um einen kompromisslosen Supersportwagen.
Nachdem der offene 190 SL viele Kunden begeistern konnte und zahlreiche Fahrer des 300 SL über die enorme Hitzeentwicklung im Innenraum des 300 SL geklagt hatten, bot man bald auch den 300 SL als offene Roadstervariante an.

Mercedes SL – Karosserie und Motor

Das Auffälligste am 300 SL sind zweifellos seine Flügeltüren. Diese waren allerdings kein Gag der Designabteilung, sondern aufgrund der ausgeklügelten Aerodynamik unumgängliche Notwendigkeit. Ein extrem leichter Gitterrohrrahmen und Karosserieteile aus Aluminium sorgten nicht nur für Sportwagencharakter, sondern waren für die damalige Zeit auch richtungsweisend.
Ebenso zukunftsweisend war der im 300 SL verbaute Motor: Das 6-Zylinder-Aggregat leistete 215 PS und verfügte bereits über Benzindirekteinspritzung, eine Technik, die auch lange nach der Zeit des 300 SL noch High End war.
Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h brauchte der 300 SL lediglich zehn Sekunden und je nach Hinterachsübersetzung war erst bei 260 km/h Schluss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Targa Florio

Die Geschichte der Autorennen und des Motorsports reicht auf die Zeit um 1900 zurück, als die ersten Besitzer von Kraftfahrzeugen sich den Wettfahrten verschrieben. Die Targa Florio, ausgetragen in Sizilien, ist das älteste Sportwagenrennen, das von seiner Gründung 1906 bis zu seiner Auflösung als Langstreckenrennen im Jahr 1977 sowohl zahlreichen Rennfahrern berühmte Siege einbrachte als […]