MGB Roadster – vergnügt und stressfrei fahren

Morris Garage – kurz: MG – ist ehemaliger britischer Autobauer und heute eine Automarke der chinesischen Nanjing Automobile Group. Die Traditionsmarke MG kam in den 1960er Jahren gerade durch den schlichten, aber sehr schicken Roadster MGB zu großen Erfolgen.

Der MGB hat weltweit eine große Fangemeinde, der es zu verdanken ist, dass noch eine große Stückzahl dieser Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen bewegt wird. Das Angebot von MGBs auf dem Oldtimermarkt ist also relativ groß und die Preise relativ moderat. So kann man ein fahrfähiges Model schon ab 5000 Euro bekommen. Ein besonders gut gepflegtes oder hervorragend restauriertes Automobil wird um die 20000 Euro kosten.

Oldtimer © fotobi - Fotolia.comDer MGB ist schon etwas besonderes in der britischen Roadster Szene. Nicht wie viele vergleichbare Roadster ist er rau und ruppig, nein – man kann ihn vergnügt und stressfrei fahren. Dieses Automobil erfüllt qualitativ hohe Premium Ansprüche.

Seine Markteinführung hatte der MGB Roadster im Jahr 1962. Bis 1974 wurde an der Optik nur sehr wenig modifiziert. Im Grunde wurde nur im Bereich des Kühlergrills etwas verändert. Auch wenn nur Kleinigkeiten am MGB verändert wurden, bekamen die gefertigten Fahrzeuge ab dem Jahr 1967 den Zusatz Mark II und ab 1972 den Zusatz Mark III.

Im Jahr 1974 bekam der Roadstar etwas einschneidendere optische Veränderungen verpasst. Autofans verliehen dem neuen MGB den Spitznamen „Gummiboot“, denn aufgrund höhere Sicherheitsvorschriften auf dem US-Markt wurde die Front- und Heckpartie in nun in schwarzem Kunststoff gehalten. Das Chrommodelle wurde nicht mehr produziert. Der neue Typ wurde noch bis 1980 hergestellt.

Dem US-Normen fielen viele Merkmale des alten Models zum Opfer. Die Scheinwerferhöhe musste unter anderem verändert werden. Somit wurde die Karosserie um 2,5 cm erhöht. Dies tat der Straßenlage überhaupt nicht gut. Eine Reduzierung der Motorleistung in den USA auf magere 65 PS machten den Roadster zu einer Kätzchen. In Europa durfte zwar noch mit 84 PS gefahren werden, doch auch dies ließ den Fahrspaß schon sinken.

british racing green © Gary Blakeley - Fotolia.comMit einem 1,8-1-Vierzylinder-Langhuber der BMC B-Serie war der MGB die gesamte Bauzeit erhältlich. Als erheblich solider gelten die ab 1964 verwendeten Triebwerke mit fünf statt drei Kurbelwellen. Die „MGC“ Serie, die von 1967 bis 1969 produziert wurde, hatte ein Sechszylindermodelle und wird heute als Rarität gehandelt. Es gab sogar eine Modellereihe mit Achtzylindern. Diese wurde von 1973 bis 1976 in den GT Coupé verbaut.

Fotos: © fotobi, © Gary Blakeley – Fotolia.com

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