Porsche 356 – Das Urmodell

Der Porsche 356 ist das erste Serienmodell von Porsche und wurde über 76.000 mal gebaut. Dabei wurde der, unter der Leitung Ferry Porsche entwickelte, Porsche Nr.1 als Grundlage genommen.

Porsche 356 volant © Flavien Lubineau - Fotolia.comAls damit begonnen wurde den Wagen in Serie zu produzieren, verwendete man einen Heckmotor anstatt des ursprünglichen Mittelmotorkonzeptes und änderte den Rahmen ab. Die ersten 50 Aluminiumkarosserien wurden in Gmünd bei Kärnten gebaut. Dem Ort, an den Porsche gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ausgewichen war.
Zu Beginn erhielt der Porsche 356 viele Teile von Volkswagen, so auch Getriebe, Lenkung, Bremsen und Vorder- und Hinterachsenfederung. Obwohl Porsche das Modell immer weiter verbessert hat, wurden die typischen Merkmale, wie die Kurbellenkerachse und die hintere Pendelachse mit Drehstabfedern beibehalten.

Die ersten Serienversionen
Oldtimer © Marco2811 - Fotolia.com>© Marco2811 – Fotolia.comDie erste Version wurde zwischen 1948 und 1955 als Coupé und Cabriolet produziert. Dabei kamen vier Motorversionen zum Einsatz. Es wurden 4-Zylinder-Boxermotoren verwendet. Der größte Hubraum betrug 1488 cm³. Die Version 1500 S rief eine maximale Leistung von 70 PS hervor und war die am stärksten motorisierte Serienversion. Als Getriebe kam ein 4-Gang-Getriebe mit Porsche-Ringsynchronisierung zum Einsatz. Bei einem Leergewicht von 810 kg beim Coupé und 830 kg beim Cabriolet konnte eine maximale Geschwindigkeit von 170 km/h erreicht werden.

Speedster – Die Sportversion
Im Jahr 1954 nahm Porsche den Speedster, die Sportversion, ins Programm auf. Dieser war zuerst nur für den Export in die USA gedacht und wurde mit flacher Windschutzscheibe, einem vollversenkbaren Verdeck und Steckscheiben an den Türen produziert. Auch die verwendeten Schalensitze machten den Speedster aus. Mit dem 70-PS-Motor konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h erreicht werden.

Das A-Modell
Von Oktober 1955 bis September 1959 wurde das A-Modell gebaut. Diese Version wurde zunächst als Coupé, Speedster und Cabriolet produziert. Ab 1958 ersetzte der Porsche 356 A als Convertible D den Speedster. Dieser wurde ab diesem Zeitpunkt zudem als “Hardtop“ mit festem, nicht abnehmbaren Dach gebaut.
Auch in dieser Modellreihe wurden 4-Zylinder-Boxermotoren eingesetzt. Den leistungsstärksten Motor besaß der Porsche 356 A 1500GS Carrera „Gran Turismo“ mit 110 PS und erreichte damit eine Spitzengeschwindigkeit von 198 km/h.

Das B-Modell
Das von 1959 bis 1961 produzierte B-Modell unterschied sich vom A-Modell durch die höher eingesetzten Scheinwerfer, sowie durch eine Änderung der Rundungen der Kotflügel. Das Modell wurde als Cabriolet, Coupé und Roadster gefertigt, wobei die Produktion des Roadsters bis 1962 ging.
Auch dieser Modelltyp wurde in Sachen Leistung verbessert. In der am stärksten motorisierten Version, dem Porsche 356 B 2000 GS, kam ein 130 PS starker Motor zum Einsatz. Damit konnte aufgrund des höheren Gewichts im Vergleich zum A-Modell eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreicht werden.

Das C-Modell
Ab Mitte 1963 bis April 1965 wurde das C-Modell als Coupé und Cabriolet produziert. Die Motorenauswahl wurde auf drei reduziert, weshalb die 60 PS Variante entfiel. Äußerlich war das C-Modell kaum vom B-Modell zu unterscheiden. Allerdings war auffällig, dass die Radkappen schlicht, das heißt ohne Porschewappen, verwendet wurden. Da bei diesem Modell Scheibenbremsen genutzt wurden, kam es zu Änderungen an den Felgen. Die mit 95 PS leistungsfähigste Variante des C-Modells kam auf eine maximale Geschwindigkeit von 185 km/h.

Fotos: © Flavien Lubineau – Fotolia.com, © Marco2811 – Fotolia.com

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