Sergio Pininfarina

Der italienische Designer Sergio Pininfarina schuf sowohl für die italienische Nobelmarke Ferrari als auch für andere Automobilhersteller äußerst leidenschaftliche Modelle. Mit seinen Werken baute er sich ein wahres Imperium auf. In der Automobilwelt war Sergio Pininfarina ein angesehener Designer. Dennoch musste der Industrielle hilflos dabei zusehen, wie sein Lebenswerk langsam aber sicher unterging.

sergio-pininfarinaAuch im privaten Leben wurde Sergio ­Pininfarina von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht. So musste er vier Jahre vor seinem eigenen Tod seinen geliebten Sohn Andrea zu Grabe tragen. Im August 2008 kam der älteste Sohn von Sergio ­Pininfarina bei einem Motorradunfall ums Leben.

Den Grundstein für das Design-Imperium legte Battista Farina. Der Vater von Sergio Pininfarina schuf mit dem legendären Cisitalia 202 einen Sportwagen der besonderen Art. Das innovative Modell steht zurzeit im New Yorker Museum of Modern Art.

Ende der sechziger Jahre übernahm Sergio Pininfarina das Werk seines Vaters. Unter der Regie von Sergio Pininfarina entstanden unwiderstehliche Modelle wie beispielsweise der Ferrari 246. Für Kenner des Automobilbaus handelt es sich bei dem italienischen Sportwagen um eines der schönsten Modelle der vergangenen Jahre.

Sergio Pininfarina war während seiner kreativen Phasen jedoch nicht nur für den italienischen Automobilhersteller Ferrari tätig. So veröffentlichte Sergio Pininfarina in den sechziger Jahren eine Designstudie mit dem Namen Aerodynamica. Das Konzept diente zahlreichen namhaften Automobilherstellern als Vorlage zur Erstellung von eigenen Modellen. So basiert unter anderem der legendäre Alfa Romeo Alfasud auf dem Konzept der Designstudie. Durch die zahlreichen Raubkopien fühlte sich Sergio ­Pininfarina in seinem Vorhaben bestätigt.

Der Industrielle Sergio ­Pininfarina besaß sowohl in Schweden als auch in Turin mehrere Fabriken. In seinen Fabriken schuf Sergio Pininfarina nicht nur Fahrzeuge der besonderen Art. Neben Espressomaschinen und Schuhen entstanden in den Werken des Künstlers unter anderem auch Blaupausen für Züge.

Sergio Pininfarina machte sich während seiner Tätigkeit den Umweltschutz zur Aufgabe. So wird er von Kennern des Automobilbaus als der Erfinder des Windkanals angesehen. Seine Erkenntnisse nutze der Designer zur Konzeption von neuen Modellen.

Sergio Pininfarina stellte in den achtziger Jahren den sogenannten Ecos vor. Besonders bemerkenswert an dem kleinen Stadtflitzer war sein Antrieb. Der Elektroantrieb sollte maßgeblich zum Schutz der Umwelt beitragen.

Für den Untergang des Lebenswerks von Sergio ­Pininfarina zeichnet sich in erster Linie die Einführung der Serienfertigung verantwortlich. So verlor das Imperium ­Pininfarina ab dem Produktionsjahr 2005 wertvolle Großaufträge. Ein im Jahre 2006 erstellter Sanierungsplan brachte nicht den gewünschten Erfolg. Bereits 3 Jahre später beliefen sich die Schulden des Familienunternehmens auf sage und schreibe 600 Millionen Euro.

Seit dem Tod von Andrea ­Pininfarina ist dessen jüngerer Bruder für die Firma verantwortlich. Ob Paolo ­Pininfarina jedoch mehr Glück mit dem Erbe seines Vaters haben wird steht noch in den Sternen.

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