Aston Martin – eine Legende

Aston Martin David BrownDie Autos der 1913 gegründeten Aston Martin Ltd. aus Gaydon, Warwickshire wurden wohl hauptsächlich durch zwei Tatsachen zur Legende: Sie waren (und sind) rar, da bis heute Handarbeit oberstes Produktionsprinzip ist, und sie wurden durch James-Bond-Filme promotet. Der erste Bond Sean Connery machte die Nobel-Marke per DB5 in „Goldfinger“ bekannt, seither waren die V8- und DB-Coupés der Stoff, aus dem Träume sind. Die knackige Power erschien stets im eleganten Design, in der Regel von Zagato. Eine der echten Legenden ist der eigenwillig-kantige Lagonda.

Geschichte von Aston Martin

Die Londoner Fahrzeughändler und Rennfahrer Robert Bamford und Lionel Martin gründeten 1913 zunächst die Bamford & Martin Limited und benannten sie 1914 in Aston Martin um (nach dem Bergrennen „Aston Hill“ und dem Namen des zweiten Gründers), der erste Wagen wurde im Jahr 1915 produziert. Liebevoll nannten seine Väter den Prototypen „Coal Scuttle“ (Kohlenkasten), das flach-kastenförmige Design begleitet die Astons bis heute. Straßentaugliche Rennwagen sollten die Aston Martins sein, daher beteiligte sich das Unternehmen intensiv an Autorennen, wenn auch stets in äußerst geringen Stückzahlen gebaut wurde.

David Brown übernahm im Jahr 1947 die Firma und begründete damit die Initialen DB, die viele Oldtimer der Kultmarke schmücken. Brown geriet 1972 in Schwierigkeiten, das Unternehmen ging durch verschiedene Hände und war seit 1987 teilweise, seit 1994 vollständig in Ford-Besitz, bis die Amerikaner die Mehrheit 2007 an das Rennsportunternehmen Prodrive (Großbritannien) verkauften.

Bis 2003 wurden in Handarbeit tatsächlich nur 16.000 Astons hergestellt

Die ersten Rennsporterfolge konnte Aston Martin 1922 feiern, der Millionär und Rennsportler Zborowski, der Bamford inzwischen in der Führung abgelöst hatte, brach in Brooklands zehn Weltrekorde. Sein Schnitt betrug damals 122 km/h. Zborowski kam allerdings 1924 in Monza (Großer Preis von Italien) ums Leben, der verbleibende Unternehmer Martin geriet in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten und musste 1925 Konkurs anmelden. Andere Geldgeber (Lord Charnwood, Bertelli und Renwick) übernahmen die Firma, bauten sie neu auf und trieben die technische Entwicklung der Astons voran. Ab 1927 fuhren Aston Martins einen Rennsporterfolg nach dem anderen bei praktisch allen wichtigen Wettbewerben ein, während die Besitzer weiter wechselten. In den 1930er Jahren gelang es, das Rennsportimage auf die Straße zu übertragen und mit einer Palette von Viersitzern, Coupés und Saloons die gehobene Schicht für den Luxus eines Aston Martins zu begeistern. Sogar der erste automobile Markenklub der Welt, der AMOC, wurde 1935 von Aston Martin gegründet.

Als David Brown 1947 das finanziell angeschlagene Unternehmen übernahm, steuerte er durch Zukauf den Motor des von Bentley entwickelten Lagonda bei, der in Verbindung mit einem Aston Martin zu einem der heute begehrtesten Oldtimer führte: dem Aston Martin Lagonda. Die Namensbezeichnung selbst stammte allerdings aus dem Jahr 1976 und begann sogar mit einem Flop, denn die Elektronik des damals jungen Fahrzeugs versagte bei der Premiere. Die Autos der späten 1940er und folgenden Jahre erhielten als Markenzeichen die Initialen des Besitzers David Brown und hießen DB1, DB2 und so fort.

Oldtimer von Aston Martin

Eine Reihe von Astons ist heute weltberühmt und erzielt auf Oldtimerauktionen Höchstpreise. Dazu gehört der seit 1976 gebaute Aston Martin Lagonda, der konsequent eckig gestylt und bis in die frühen 1990er Jahre nur 645-mal gebaut wurde, des Weiteren der DB2 (1950 – 1953) mit 2,6-l-Reihensechszylinder (Bentley-Konstruktion), der italienisch-elegante DB4 (1958 – 1963), ein Superleggera (Leichtbau) und schließlich der DB6 (1965 – 1970). Dieser war eine Fortentwicklung des innovativen DB5, mit dem DB6 wurden Referenzen an den amerikanischen Markt hinsichtlich des Komforts erfüllt.

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