Der Fiat Argenta

Dass Fiat selbst heute noch vor allem als Spezialist für geniale Kleinwagen wahrgenommen wird, liegt nicht nur an genial einfachen Modellen wie dem Panda. Auch die etwas glücklosen Modelle der Mittelklasse dürften ihren Anteil daran haben, dass ein Erfolg bei größeren Wagen zumeist ausblieb. Der Fiat Argenta ist ein weiteres Beispiel für ein erfolgloses Fiat-Modell der Mittelklasse – aber genau darin liegt auch ein gewisser Charme.

Fachleute kritisieren Fiat Argenta

Fiat ArgentaSieht man sich den Fiat Argenta heute an, wirkt das Stufenheck mit seinen klaren Linien durchaus zeitgemäß; ebenso wie beispielsweise beim Ford Granada oder Opel Rekord dominiert klare Sachlichkeit; der Fiat Argenta überzeugt zudem noch mit einer gewissen Eleganz. Seinerzeit sah man das allerdings noch ganz anders: Die Fachpresse urteilte gar, dass sich der Italiener mit seinem kurzen Radstand und der Schmalspurkarosserie lächerlich mache. Zudem befand man, dass das Design offensichtlich Vorbilder in Japan gehabt hätte – was in den 1970er und 1980er Jahren nicht als Kompliment zu verstehen war. Dabei hätte Fiat das drohende Fiasko ahnen können: Als der Argenta 1981 startete, handelte es sich im Prinzip um eine nur leicht überarbeitete Variante seines Vorgängers, dem Fiat 132. Mit denselben Rezepten erntete man leider auch nur denselben Misserfolg.

Verkaufserfolg blieb aus

Doch das Design, eigentlich eine traditionelle Stärke der Italiener, war nicht die einzige Ursache für den Misserfolg: Auch das Fahrverhalten galt als nicht unproblematisch. Zudem hafteten den Fiat-Modellen jener Zeit noch sehr typische Mängel an: Schon nach wenigen Jahren drohte Korrosion an der Karosserie, außerdem sagte man den Autobauern aus Turin auch immer eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit elektrischen Verbindungen nach. So konnte der Importeur bis zur Ablöse durch den Fiat Croma leider nur recht wenige Argenta in Deutschland absetzen. Weil der Rost dann die wenigen Wagen auch schnell von den Straßen verschwinden lies, handelt es sich bei dem Argenta heute um ein seltenes Modell – welches aus Sicht eines Klassiker-Liebhabers durchaus seinen Reiz hat. Denn abgesehen vom Seltenheitswert gilt der Argenta als mechanisch durchaus robust. Zudem garantiert der Motor mit 2,0 Litern Hubraum und 122 PS als durchaus leistungsstark und zuverlässig. Wer sich heute für einen Argenta interessiert, sollte allerdings darauf achten, dass das Auto beim Kauf möglichst vollständig ist. Die Ersatzteilsituation ist nicht unproblematisch, vor allem Innenraumverkleidungen und Zierteile sind schwierig zu bekommen. Ansonsten bediente sich Fiat auch seines Baukastens, viele Verschleißteile sind auch heute noch durchaus verfügbar. Zudem ist die lange Bauzeit aus Sicht der Ersatzteilbeschaffung durchaus ein Vorteil: Denn letztlich handelt es sich bei dem Argenta nur um ein umfangreiches Facelift des bereits 1972 erschienen Fiat 132. Dementsprechend können einige Teile durchaus über die gesamte Modellreihe hin verwendet werden. Bei autoteilexxl.de bekommen Sie auch für einen seltenen Fiat Argenta noch viele Ersatzteile. Der Händler überzeugt durch eine gute Auswahl, günstige Preise und vor allem auch sehr schnelle Lieferfristen.

Fazit: Kommender Klassiker

Auch wenn dem Argenta kein Verkaufserfolg beschienen war: Heute mögen viele der damaligen Kritikpunkte nicht mehr so recht gelten. Das Design wirkt durchaus gelungen, die Technik gilt als überaus robust. Weil viele Klassiker-Liebhaber den Argenta aber noch nicht im Blickfeld haben, sind die Preise derzeit sehr gering – noch.

One Response to Der Fiat Argenta

  1. Ist doch ein lässiges Auto. Und dank Baukastenprinzip sind technische Teile doch durchaus noch gut zu bekommen.

    Nils 8. September 2015 at 14:42 Antworten

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